Hofrat Kirchner und Gemahlin besuchen Schloss Pillnitz / Sachsen

Hofrat Kirchner und Gemahlin besuchen Schloss Pillnitz / Sachsen

Die erste Maiwoche verbrachten wir in Dresden. Dort gibt es enorm viel zu besichtigen. Unzählige Besucherströme wälzen sich durch die Altstadt von Dresden. Reisegruppen vor allem aus dem nahen Tschechien und Polen, doch auch viele Asiaten.
Unsere Ferienwohnung lag am Elbufer gegenüber von Schloss Pillnitz, der barocken Sommerresidenz des Kurfürsten von Sachsen, August dem Starken. Wir wollten daher die Gelegenheit nutzen, auch dort in zeitgemäßer barocker Kleidung zu flanieren. Die Wegstrecke von unserer Ferienwohnung mit Elbfähre zum Schloss dauert normal 10 Minuten, dank der zahlreichen Fotowünsche von Spaziergängern brauchten wir gut 45 Minuten. Dazu spazierten wir die 200 Meter den Elbe Radweg entlang zur Fähre. In barocker Kleidung zwischen Radfahrern, Inlinern, Autos und Fußgängern und Imbissbuden, war das schon aufregend. Der Fährmann hat uns sicher übergesetzt. Die Wärter am Eingang zum Schlossgarten schauten verdutzt. Wir konnten aber schnell feststellen, die Besucher im Schlossgarten von Pillnitz reagierten genauso wie hier. Sie waren uns gegenüber, unabhängig von der Altersgruppe, freundlich, aufgeschlossen und interessiert. "O, die passen aber gut hierher", hörten wir häufig. Vorwiegend die Älteren nahmen an, wir wären in die Rollen von Auguste dem Starken und seiner Geliebten, der Gräfin Cosel geschlüpft. Auf Grund unseres ortsfremden Dialektes kam dann einige Male die Aussage: "Die sind ja nicht von hier" und eine gewisse Ratlosigkeit. Mit dem Hinweis, wir wären die Gesandten aus einem Hohenloher Fürstentum, konnten die meisten Besucher nichts anfangen. Da war viel Aufklärungsarbeit nötig. Hohenlohe war dort bis zu unserer Stippvisite ziemlich unbekannt. Unzählige Gäste machten dann auch ein gemeinsames Foto mit uns. Insgesamt war es zwar anstrengend, doch auch ein schöner und ein bisschen aufregender Spaziergang durch den herrlichen Park von Schloss Pillnitz.

Text und Fotos:
Anne und Claus Reimann

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