Brand der fürstlichen Domäne

in der Nacht des 22. September 1998 in der Ortsmitte von Bartenstein

 Brand der fürstlichen Domäne  in der Nacht des 22. September 1998, in der Ortsmitte von Bartenstein

In der Nacht des 22. September 1998, also vor genau 15 Jahren, brannte die fürstliche Domäne von Bartenstein völlig nieder. Der in fürstlichem Besitz stehende Hof mit zwei mächtigen Fachwerkgebäuden in der Käpplesgasse östlich des Hofgartens brannte lichterloh. Das weithin sichtbare Feuer breitete sich rasend schnell aus und war so mächtig, dass die Funken bis zum Schloss flogen. Stundenlang waren 120 Feuerwehrmänner im Einsatz um größeren Schaden abzuwehren. Glücklicherweise kamen dabei keine Personen ums Leben, ein Feuerwehrmann erlitt jedoch leichte Verletzungen. Der Pächter verlor einige seiner Milchkühe und Kälber im Flammenmeer. Zwei Wohnhäuser auf der gegenüberliegenden Seite wurden beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von rund einer Million D-Mark.

Zeitungsartikel aus dem Hohenloher Tagblatt vom 24. September 1998 >>>


Die fürstliche Domäne vor dem Brand

Blick von Südosten auf die fürstliche Domäne - Luftbild von 1942 (A. Suss)Blick von Südosten auf die fürstliche Domäne um 1925
© Verlag August Schmid, Bartenstein - Ausschnitt aus Luftbild Nr. 6452 vom Luftverkehr Strähle, Schorndorf

Zahlreiche Obstbäume und ein großer Gemüsegarten schmückten den Hof zu seiner Blütezeit. In den Stallungen befanden sich unter anderem Schafe, Kühe und Hühner, später nur noch Kühe. Die zwei großen Fachwerkgebäude an der Käpplesgasse standen mächtig da. Für die Kinder des Ortes war der Bauernhof ein gern genutzter Spielplatz.
 Später wurde der Bauernhof verpachtet und umgebaut. Am auffälligsten zeigte sich das am Dach, welches von einem Mansardendach (siehe linke Stallung im Bild) zu einem normalen, einfachen Satteldach umgestaltet wurde.

 

Die Hofgelände heute

Fürstliche Domäne heute - Luftbild © W. GruhlerFürstliche Domäne - © Luftbild: W. Gruhler

Eine leere Wiese, auf östlicher Seite vom Spielplatz begrenzt, bildet heute das ehemalige Hofgelände. In der Mitte kann man noch die Fundamente der Hochsilos erkennen. Auch ein Brunnen sowie eine Holzhütte, welche von den dort weidenen Kühen als Unterstand benutzt wird, sind zu sehen.

Das Gelände wurde als erhaltenswerte Grünfläche im Gesamtanlagenschutz des Ortes Bartenstein mit einbezogen.

Dennis Jackelsberger