Rückschau 2012

Sounds & Vision

Weihnachtsspezial Sounds & Vision im Kulturschock Königshofen

Königshofen -  Am 26. Dezember ab 20 Uhr ist es wieder soweit. Ein sehr erfolgreiches Projekt im Kulturschock Königshofen ist die seit 1995 laufende Reihe Sounds & Vision. Das bedeutet eigentlich immer das gleiche, nur mit wechselnden Musikern: Im Kneipenraum läuft stets ausschließlich Musik (Sounds) des betreffenden Genres, während zeitgleich im Veranstaltungsraum Musikfilme und Dokumentationen (Vision) zu denselben Thema auf Großleinwand und in Dolby Surround laufen. Dazu gibt es kleine Snacks und besondere Weine und viele alte Bekannte, die an Weihnachten mal wieder ins Taubertal kommen.

Thema beim traditionellen Weihnachtsspezial Sounds & Vision am 2. Weihnachtsfeiertag von und mit Otzel, Ralf, Ralph und den Special Guests Blue und Mike ist 2012 der Hardrock in all seinen Facetten. Filme von ACDC, Led Zeppelin, DeepPurple usw. werden in der Visionabteilung zu sehen sein.
Eintritt ist wie immer frei!

Geschichte

Die Geschichte des Hard Rocks lässt sich grob in drei Phasen unterteilen:

Die erste Phase dauerte etwa von 1968 bis 1975 und wurde von den sechs „Urvätern“ Deep Purple, Led Zeppelin, Uriah Heep, Alice Cooper, Nazareth und Black Sabbath geprägt. Während der düstere Hard Rock von Black Sabbath heute als Geburtsstunde des verwandten Heavy Metals gilt und Deep Purple sowie Uriah Heep durch ihre klassischen Einflüsse erste Ansätze in Richtung Progressive Rock erkennen ließen, werden Led Zeppelin heute als wichtigste Band des bluesbeeinflussten Hard Rocks sowie auch als Urväter des Sleaze Rocks angesehen. Bei den frühen Alben von Nazareth sind ebenso erste prägende Elemente für den sogenannten Sleaze (zu deutsch: „schäbig“ und „heruntergekommen”) der späteren 70er Jahre zu erkennen.

Led Zeppelin hatte auch den größten Einfluss auf Bands der von 1975 bis etwa 1982 dauernden zweiten Phase, zu deren wichtigsten Vertretern etwa AC/DC, die Scorpions, Rush (vgl. Progressive Rock) und Kiss gehörten. Die Musik dieser Phase zeichnet sich durch ihre ungestüme Art und Einfachheit aus. Die Popularität des Hard Rocks hatte jedoch in dieser Zeit unter dem Aufschwung der Punkmusik zu leiden. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem Jahr 1980 zu: Im Februar 1980 verstarb der populäre AC/DC-Frontmann Bon Scott, im September desselben Jahres Led Zeppelins Schlagzeuger John Bonham. Dies markierte das Ende einer Ära. Der Zenith der zweiten und einflussreichsten Phase des Hard Rock war überschritten und es oblag einer neuen Generation von Rockmusikern, das Erbe der „alten Meister“ anzutreten und gemäß ihren Ansprüchen und denen des Publikums weiterzuprägen.

Der Beginn der dritten Phase kann am Erscheinen des ersten Van-Halen-Albums im Jahre 1978 festgemacht werden. Dieses Album war den Werken von Aerosmith und Kiss nicht unähnlich, setzte allerdings aufgrund der spektakulären und virtuosen Spieltechnik des Gitarristen Eddie Van Halen durch sein perfektioniertes Fingertapping auf der Leadgitarre neue Akzente. Die folgenden Jahre waren durch eine zunehmende Annäherung des Hard Rocks an die Popmusik und ein immer mehr zur Farce werdendes Wettrennen der Bands hinsichtlich Virtuosität, bombastischer Produktion der Platten und Konzerte und des Auftretens der Musiker selbst gekennzeichnet. Trotzdem erreichte die Popularität des Hard Rocks in diesen Jahren ihren Höhepunkt.

In den frühen 1990ern wurde der Hard Rock durch das Aufkommen des Grunge und des Alternative Rock beeinflusst, aber auch vom Markt verdrängt. Sogar traditionelle, melodische Hard-Rock-Bands wie Winger oder Giant hatten Einbußen bei ihren Plattenverkäufen zu verzeichnen. Als Entwicklung des neuen Jahrtausends kann die Retrowelle um Bands wie Wolfmother, Airbourne, Silvertide und The Answer angeführt werden, die mit ihrem an die Vertreter der ersten und zweiten Phase angelehnten Hard Rock viel Anerkennung erfahren haben.

Hard-Rock-Stücke bauen in der Regel auf einem 4/4-Takt mit Betonung der Backbeats auf und verwenden das althergebrachte Liedschema der Popmusik mit Strophe, Zwischenspiel und Refrain. Viele Stücke des Hard Rock enthalten ein Solo, zumeist ein Gitarrensolo, das üblicherweise anstelle einer weiteren Strophe gespielt wird. Einige Gruppen haben es sich jedoch zum Ziel gesetzt, diese Konvention zu brechen und setzen den Stil teilweise in komplexen Stücken mit zum Teil ausufernden Instrumentalpassagen um. Beispiele dafür sind Led Zeppelins Stairway to Heaven und Deep Purples Child in Time.

Die Solistik der Leadgitarrenarbeit basiert meist auf der Pentatonik (Fünftonleiter) beziehungsweise auf der Bluestonleiter (erweiterte Pentatonik) und umfasst ansonsten, besonders seit dem Erfolg und Einfluss des schwedischen Rockgitarristen Yngwie Malmsteen, sämtliche Möglichkeiten des Skalenspiels aus der klassischen Musik, wie zum Beispiel die Nutzung der Kirchentonleitern (Modi) sowie auch die Anwendung des Skalensystems der harmonischen Molltonleiter.

Typische Vertreter

1. Phase (ca. 1969–1975)

2. Phase (ca. 1975–1982)

3. Phase (ca. 1983–1993)

Seit Mitte der 60er Jahre begeisterten viele Gitarristen sich immer mehr für die Vorzüge des Röhrenverstärkers - vor allem das schnelle Zerren. Hinzu kam die Nutzung von Effektgeräten, wie der Distortion.

Der Hardrock war geboren. Treibende Drumbeats im 4/4 Takt, straighter Bass, Rhythmus- und Leadgitarre, eine melodische Keyboard-Sektion und ein laut brüllender Sänger.

Deep Purple und Uriah Heep waren Bands der ersten Stunde. Weitere Vertreter sind Queen, Foreigner, Aerosmith, Guns'n'Roses und Bon Jovi.

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