Rückschau aller Ankündigungen des Jahres 2013

Trans Bavaria



Ein Mitarbeiter einer großen deutschen Filmförderanstalt plauderte vor einiger Zeit aus dem Nähkästchen. Der einzige Film, so erinnerte er sich, dessen Förderantrag aus inhaltlichen Gründen abgelehnt wurde, das sei „Ballermann 6" gewesen, Tom Gerhardts Proll-Komödie von 1997. Da scheint es umso unverständlicher, dass Konstantin Ferstl die Finanzierung seines Abschlussfilms an der Hochschule für Fernsehen und Film München mit den Ersparnissen seiner Mutter, der Hilfe der Filmschule und einiger edler Spender bestreiten musste und dazu noch auf die Verzichtbereitschaft aller Teilnehmenden angewiesen war. Das ist nicht etwa deshalb unverständlich, weil „Trans Bavaria" ein vor Originalität nur so strotzendes Meisterwerk wäre. Sondern vielmehr, weil Ferstls etwas unausgegorene Mixtur aus Heimatkomödie und Road Movie so ziemlich alles hat, wovon Förderer träumen: Allgemeinverständlichkeit, Lokalkolorit und eine klar definierte Zielgruppe.

Es rumort in Niederbayern. Quirinalis (Marcel Despas) und seine Freunde Joker (Lukas Schätzl) und Metzgersohn Wursti (Johannes Demjantschitsch) planen den Aufstand. Immer wieder testen sie durch aufrührerisches Verhalten die Toleranzgrenze ihrer Klassenkammeraden und Lehrer. Dabei stoßen sie oft auf Unverständnis. Als nach dem Abitur Quirinalis dann Quirinalis auch noch von seiner Freundin Eva (Katharina Goebel) verlassen wird, haben die drei Jungs nur noch ein Ziel: Sie wollen es rechtzeig zu Fidel Castros Rede auf dem Roten Platz in Moskau schaffen und damit den nächsten Schritt zu waschechten Revoluzzern machen. Auf ihrem Weg reisen sie durch Tschechien, Polen und die Ukraine und erleben allerhand Skuriles, von wütenden Bayern-Fans und streng katholischen Kindern im Benedict-Wahn bis zum Aussteiger Trotta (Eisi Gulp), der noch einige Weisheiten für die drei Freunde parat hat.

Königshofen - Kino im Kulturschock Königshofen auf Großbildleinwand und in Dolby Surround am 11.04.2013 ab 20:00 Uhr  -  Eintritt frei!!!