777 Jahre Bartenstein

Es wurde kräftig gefeiert!

777-Jahr-Feier in Bartenstein - Bartenstein feierte 777 Jahre Bartenstein

Schlagkaputt aber hochzufrieden über den erfolgreichen Verlauf des 21. Brunnenfestes mit dem 777‑Schnapszahljubiläum am 13. und 14. August 2011 zeigten sich die Verantwortlichen und Akteure nach ihrem Kraftakt in Bartenstein. Selbst das HOHENLOHER TAGEBLATT berichtete auf 2 Seiten überschwänglich über das "fulminante" Fest in der sonst so stillen Residenz.

Jenseits des Riedbacher Tores begann für die unüberschaubaren Besucherströme eine Zeitreise durch die Jahrhunderte. Bereits hier wurden sie von der grimmigen Torwache empfangen. Wer sich nicht ausweisen konnte, oder sonst auffällig war, dem drohte der Einzug in die Arrestzelle oder er erhielt das umfangreiche Programm. Eine bunte Vielfalt von Handwerkern zeigte ihre oft längst vergessenen Künste: Verschiedene Holzverarbeitungstechniken, Schmiedearbeiten aus Silber und Eisen, Stuhl- und Korbflechter, Rechenmacher. Häufig konnten auch Besucher ihre handwerklichen Fertigkeiten ausprobieren. Das Spinnrad surrte, das Brot aus dem Lehmofen schmeckte gut, Kräuterkränze und bunte Gartenpflanzen animierten zum Kauf, für das geistige Wohl sorgten Schnäpse aus der hiesigen Region, sogar ein Händler aus fernen indischen Landen war mit seinem fliegenden Teppich direkt in Bartenstein gelandet, mittelalterliche Bekleidung, der dazu passende Schmuck und edle Steine rundeten das reichhaltige Angebot ab. Die interessierten Besucher konnten erst nach mehrmaligem auf und ab in der Schlossstraße das bunte Markttreiben überblicken, zumal am Sonntag noch der Flohmarkt stattfand.
 

Dazu kamen noch die unzähligen Darbietungen der Akteure:

Moritatensaenger auf der 777-Jahr-Feier in BartensteinDer Ausrufer informierte wie in alten Zeiten über besondere Ereignisse. Die Moritatensänger erfreuten alle mit launigen Gesängen. Stilechte Kleintierhändler "boten " in geschmücktem Käfig Tauben, Kaninchen und Hühnervolk an. Der Falkner und seine schöne Falknerin erfreuten mit ihren prächtigen Greifvögeln das Auge. Bettler, Wahrsagerin und Kräuterfrau fügten sich wunderbar in die bunte Szene ein. Die stilecht ausstaffierten Waschfrauen zeigten eindrucksvoll, wie mühsam der Alltag in der guten alten Zeit war.

Die prächtig ausstaffierte Kostümgruppe der "Hallia Venetia" brachte einen Hauch von Karneval in Venedig nach Bartenstein. Besucher lauschten interessiert dem "Klatsch und Tratsch" der barock gekleideten Kostümführer aus der Blütezeit der hiesigen Residenz. Spannende Aktionen boten die Schaukämpfe der Ritter mit ihrem Lagerleben. Auch die Theatergruppe zeigte spannende Unterhaltung über Liebe, Treue und Verrat im Mittelalter. Nicht nur der Hofrat badete trotz des lautstarken Protestes seines Weibes öffentlich, Dank eines kräftigen Gewitterregens kamen alle Besucher des Marktes in den kostenlosen Genuss eines sonntäglichen Bades. Für die zahlreichen kleinen Prinzessinnen und Ritter gab es viele unterhaltsame Angebote: Märchenerzählerin, Kinderschminken, Arbeiten mit Bernstein, Fertigung von Lederbeuteln bis zum Armbrustschießen. Erwachsene konnten ihr "Zielwasser" und "Armschmalz" beim Bogenschützen testen.

 

Die vom überreichen Angebot ermatteten Besucher tankten an einem der zahlreichen Verpflegungsstationen neue Kräfte. Gaststätte und Zelte waren dicht belagert, oftmals gab es dort kein Durchkommen mehr. Von allen Seiten hörte man ein freudiges: " aah weng doo, schää isses!! "

Text:
Anne und Claus Reimann
Bartenstein

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