Für eine risikoarme Mobilfunkversorgung in Ettenhausen

Liebe Nachbarn in Bartenstein, Ettenhausen und Schrozberg

Im September haben der Ortschaftsrat Bartenstein und der Gemeinderat Schrozberg zugestimmt, dass die Deutsche Funkturm GmbH am Sportplatz Bartenstein einen 40 Meter hohen Mobilfunkmast bauen darf, damit Ettenhausen eine bessere Mobilfunkversorgung bekommt. Im Vorfeld hat niemand etwas von dieser anstehenden Entscheidung gewusst und auch jetzt ist die Informationslage dürftig. Bei uns weckt dieser Beschluss großes Unbehagen. Als Anwohner möchten wir informiert und in die Planungen einbezogen werden.

Mobilfunkmasten sollen bald lückenlos das gesamte Land bestrahlen. Smartphones, DECT-Telefone, WLAN und Funkmasten schießen im Millisekundentakt gepulste Mikrowellenstrahlung durch Gehirn und Körper, durch Wände und Fenster. Es ist längst bewiesen, dass diese Technologie gesundheitsschädlich ist und die amtlichen Grenzwerte keinen Schutz bieten.

Noch scheint für Bartenstein nichts Konkretes beschlossen zu sein. Wir haben unsere Bedenken gegen den Mobilfunkmast schriftlich formuliert in einem Brief an die Gemeinde (siehe "Mobilfunkmast_BartensteinINFO" weiter unten). Es geht nicht darum, Ettenhausen den Mobilfunkanschluss zu verwehren, sondern eine Lösung zu finden, die möglichst strahlungs- und risikoarm ist für Bevölkerung und Umwelt.

So viel Strahlung wie nötig, so wenig wie möglich. Wir wollen uns nicht mit der Lösung zufriedengeben, die für die Telekom am billigsten ist. Wir wollen eine Lösung, die unsere Gesundheit am wenigsten beeinträchtigt.
Wie hoch ist also die Strahlungsbelastung bei einem 40 m hohen Mast im Vergleich zu drei kleinen Masten? Welche anderen Möglichkeiten gibt es, um Ettenhausen mit Mobilfunk zu versorgen?
Wir wollen bewirken, dass die Bevölkerung in die Entscheidungen einbezogen wird. 

Lasst uns gemeinsame Sache machen, im Interesse unserer Gemeinde und allem, was dort lebt.
Wir als direkte Anwohner haben Angst vor der Strahlung und bitten euch um Solidarität.

Über den bewussten und verantwortlichen Umgang mit WLAN, Smartphone, Tablet etc. gibt es einiges zu lernen. Wir alle nutzen diese Technologie. Unsere Kinder sind die erste Generation, die damit groß wird. Vielleicht werden sie später fragen: Warum habt ihr uns nicht besser geschützt? Es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen. Auch darüber wollen wir informieren. 

Jetzt also die konkrete Frage:
Wer möchte unseren Brief an die Gemeinde mit unterzeichnen? Für eine risikoarme Mobilfunkversorgung in Ettenhausen! 

Unterschriftenlisten liegen aus bis Samstag, 7. Dezember bei den Absendern dieser Mail (Adressen weiter unten). 

Gebt diese Information bitte weiter, auch an Nachbarn ohne Mail-Anschluss.

Vielen Dank für eure Unterstützung 

Caroline Hoffmann (Ziegelweg 5, Bartenstein)
Tina & Rolf Weiß (Ziegelweg 8, Bartenstein)
Alexander Meuer (Meisenhofstr. 7, Bartenstein)
Antonie Hertlein (Riedbacher Str. 9, Bartenstein) 

Hier gibt es weitere Informationen über Strahlungsrisiken, Grenzwerte, 5G:
Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk:
https://www.diagnose-funk.org/ >>> 
Kompetenzinitiative - Forschungsberichte >>> 
Wissenschaftler warnen vor Risiken durch 5G >>>

 

Bad Wiessee erteilt Wirtschaftsminister eine Absage - 5G-Mobilfunktechnik stößt auf Widerstand
BUND - Gesundheitliche Wirkungen durch hochfrequente Strahlung >>>
Gigaherz.ch - 5G – Die fünfte Gefahr
T-Online - Bedenken wegen Strahlung - 5G-Versuche in Genf und Brüssel gestoppt
T-Online - Wie gefährlich ist das neue Supernetz?
T-Online - Was macht das neue 5G-Handynetz mit dem Menschen?

Unterzeichnen Sie auch den internationalen Appell „Stopp von 5G auf der Erde und im Weltraum"
www.5gspaceappeal.org 

 

Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner
gegen den geplanten Mobilfunkmast in Bartenstein 

20.11.2019

  • Wir fürchten gesundheitliche Beeinträchtigungen durch gepulste Hochfrequenzstrahlung. Studien belegen, dass Funkstrahlung Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herz‐Rhythmus‐Störungen, Tinnitus, Gedächtnisstörungen, Konzentrations‐, Lern‐ und Befindlichkeitsstörungen bis hin zu ADHS und Autismus bei Kindern erzeugen kann. Die Strahlung bewirkt einen Anstieg der Krebsrate durch verstärkte Bildung von freien Radikalen, sie schädigt den männlichen Samen und mindert die Fruchtbarkeit. Der Ausbau des LTE‐Netzes ist die Vorstufe für 5G. Die flächendeckende Bestrahlung wird dazu führen, dass wir künftig wie in einer Mikrowelle leben.
Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die Anlass zu größter Besorgnis geben. Eine Studie in der oberfränkischen Stadt Naila belegt in einem Umkreis von 400 Metern um einen Mobilfunk‐Sendemast eine Verdreifachung von Krebserkrankungen. Die Belastung der Bevölkerung durch gepulste elektromagnetische Strahlung hat durch die Einführung neuer Mobilfunktechnologien wie Tetra und LTE auch im ländlichen Raum dramatisch zugenommen. Für die gesundheitliche Unbedenklichkeit gibt es keinen einzigen Beweis, ein unschädliches unteres Expositionsniveau lässt sich nicht benennen.
     
  • Die Strahlung richtet sich nicht nur in die Ferne, sondern es gibt ungewollte Strahlungsfelder, sogenannte „Nebenkeulen“, die den Boden in der Nähe des Sendemasts treffen. Können wir unsere Kinder künftig noch guten Gewissens zum Spielen auf den Sportplatz schicken, dort spazieren gehen und unsere Tiere weiden?
     
  • Sind ein Mast mit 40 m Höhe und die vorgeschlagene Technologie angemessen, um ein Dorf mit 180 Einwohnern zu versorgen? Was braucht es wirklich für ein stabiles Funknetz in Ettenhausen? Mit drei kleineren Masten ließe sich ggf. die Strahlenbelastung verringern und verteilen.
     
  • Der Mast soll nicht nur von der Telekom, sondern auch von weiteren Mobilfunkgesellschaften genutzt werden. Bedeutet das einen „Freifahrschein“ für die Telekom, den Mast mit noch mehr strahlender Technik zu bestücken? 
     
  • Der Glasfaserausbau ist ein echter Fortschritt für unsere Gemeinde, der Funkmast wäre ein echter Schandfleck. Er verdirbt unseren Sportplatz und den schönen Aussichtspunkt dort oben, er mindert den Wert unserer Grundstücke und Häuser. Sollen wir warten, bis die ersten Krankheitsfälle im Umfeld des Sendemasts auftreten, bevor wir aktiv werden? Asbest/Eternit erlebte ab dem Jahr 1900 einen Boom, erst 1970 wurde die Asbestfaser offiziell als krebserregend bewertet, und es dauerte noch einmal 25 Jahre, bis die Herstellung und Verwendung in Deutschland generell verboten wurde. Wird es uns mit dem Mobilfunk ähnlich gehen? Unsere Kinder werden uns später fragen, wie wir das zulassen konnten. Die Gemeinde Bad Wiessee hat sich am 10. Oktober 2019 verpflichtet, jedes Ansinnen von Telekommunikationsunternehmen, das auf einen Ausbau des 5G‐Netzes bzw. auf die Unterstützung bei der Suche künftiger Antennenstandorte abzielt, in öffentlicher Sitzung des Gemeinderates zu diskutieren. 
    Ein guter Entschluss, den wir uns auch für Schrozberg wünschen.

 

Sitzungsbericht Gemeinderat Schrozberg

24.09.2019

Der Errichtung eines Mobilfunkmastens beim Bartensteiner Sportplatz wurde einstimmig zugestimmt. Um genauere Details vorzustellen waren in der Sitzung Herr Groß und Herr Almas, beide Mitarbeiter der Deutschen Funkturm GmbH, kurz DFMG zu Gast. Herr Groß berichtete von der schlechten Versorgung des Mobilfunknetzes in diesem Bereich und sprach dabei auch die schwierige topografische Lage an. Um hier eine bessere Versorgung zu gewährleisten plant die DFMG die Errichtung eines Mobilfunkmastens mit einer Höhe von ca. 40 m auf einer Grundfläche von max. 5x5 m. Dieser soll für die Telekom gebaut werden, weitere Anbieter können dort nach Bedarf den Funkmasten nutzen. Eine Alternative zum genannten Standort wären drei Mobilfunkmasten an anderen Stellen, um genau die Versorgung zu erreichen, die nun mit einem Mobilfunkmast angeboten wird. Eine Verwirklichung des Projekts mit drei Mobilfunkmasten hielt der Mitarbeiter der Deutschen Funkturm GmbH Herr Groß aus wirtschaftlichen Gründen für eher unwahrscheinlich und bat deshalb im Gremium um Zustimmung. Nachdem der Ortschaftsrat Bartenstein sich für den Bau ausgesprochen hatte, war auch die Zustimmung des Gemeinderates einstimmig.

https://www.schrozberg.de/schrozberg/verwaltung/sitzungsberichte/item/1217‐kurz‐berichtet