Für eine risikoarme Mobilfunkversorgung in Ettenhausen

Auf der Gemeindratsitzung am Montag, 09.12.2019 wurde von uns folgende Fragen an Frau Förderer gestellt – leider ist sie die Antworten schuldig geblieben:
  1. War es rechtens, dass der Ortschaftsrat den Bau des Mobilfunkmasts beschlossen hat – ohne den Einwohnern vorher Gelegenheit zu geben, sich zu diesem sensiblen Thema zu äußern? 
     
  2. Und die Frage an jede und jeden Einzelnen im Gemeinderat: Hätten Sie am 24.09.2019 auch für den Funkmast gestimmt, wenn der Ortschaftsrat Nein gesagt hätte oder wenn aus Bartenstein das Signal gekommen wäre: Wir brauchen mehr Zeit und Information für eine Entscheidung? 
     
  3. Hat der Gemeinderat schon sein Einvernehmen zu diesem Bauvorhaben erteilt? 
     
  4. Was beinhaltet der Vertrag, den Frau Förderer bereits unterschrieben hat?

Wir haben Frau Förderer am Montag eine ausführliche Frageliste an die Deutsche Funkturm GmbH übergeben.


Hier unsere Fragen an die Deutsche Funkturm GmbH:

  1. Mit welcher Technik wird der Sendemast bestückt? 
    Wie hoch sind Sendeleistung und Reichweite?  
    Wo genau soll der Mast errichtet werden? 
    Werden strahlungsarme Antennen verbaut? 
     
  2. Sind ein Mast mit 40 m Höhe und die vorgeschlagene Technologie angemessen, um zwei kleine Ortschaften zu versorgen? Mit drei kleineren Masten ließe sich ggf. die Strahlenbelastung verringern und verteilen. Wir bitten um eine Beschreibung und einen Vergleich dieser Alternativen, nicht nur in puncto Wirtschaftlichkeit und Reichweite, sondern vor allem in puncto Leistung und Strahlenbelastung. 
    Ist gewährleistet, dass Ettenhausen mit einem Mast tatsächlich überall Empfang haben wird? 
     
  3. Welche strategische Bedeutung hat der Funkmast in Bartenstein für die DFMG? Um ein Funkloch von wenigen Kilometern zu schließen, bauen Sie doch keinen 150.000 Euro teuren Mast? 
    Welche Ortschaften außer Bartenstein und Ettenhausen werden mit dem Mast noch versorgt? 
     
  4. Ist eine Aufrüstung des Masts für 5G geplant und wird es dann noch weitere kleinere Anlagen direkt in der Nähe von Häusern geben, die ohne Genehmigung erbaut werden dürfen? 
    Ist die Deutsche Funkturm GmbH bereit, vertraglich zu versichern, dass der Mast in Bartenstein nicht für 5G genutzt werden wird?Selbst das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen „umsichtigen Ausbau von 5G“, weil dafür auch höhere Frequenzbereiche von 26 bis 86 GHz vorgesehen sind, und für diese Bereiche bislang kaum Untersuchungsergebnisse vorliegen. Das BfS sieht hier „noch Forschungsbedarf“. Von Unbedenklichkeit kann keine Rede sein. 
     
  5. In welche Richtungen strahlen die Anlagen und welche Nebenkeulen gibt es? 
    Wie stark werden der Sportplatz und unser Kindergarten von Strahlung betroffen sein? 
    In welchen Abständen wird gemessen, z.B. in 100, 300, 500, 1000 m Entfernung? 
    Wie hoch ist die Strahlung z. B. im Ziegelweg, in der Riedbacher Straße, am Hornungshof und in der Schlossstraße? 
     
  6. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits 2011 Mobilfunk als „möglicherweise krebserregend“ in die Risikogruppe 2B eingestuft. Aufgrund neuer Studienergebnisse fordern namhafte Wissenschaftler und der Experten-Ausschuss der WHO (22. April 2019) eine Höherstufung in die Risikogruppe 1 „krebserregend“. 
    Die großen Rückversicherungen (u.a. Swiss-Re) haben 2013 Mobilfunk in die höchste Risikogruppe eingestuft. Sie übernehmen keine Haftung für Schäden durch Mobilfunkstrahlung. Mobilfunk ist nicht versicherbar. 
    Übernimmt die DFMG die Haftung für alle Risiken in voller Höhe? Wenn Sie wirklich von der Unschädlichkeit überzeugt sind, dann sollte das kein Problem sein. 
    Wenn nicht die DFMG, wer übernimmt dann die Haftung, falls sich irgendwann durch den Funkmast verursachte Schäden nachweisen lassen? Der Grundstückseigentümer, also die Gemeinde? 
     
  7. Wie und wie oft wird die Einhaltung des Grenzwerts geprüft (Toleranzen, Kalibrierzyklus etc.)? 
    Wird die Strahlenbelastung auch nach jeder Erweiterung oder Änderung der Sendeanlagen geprüft und veröffentlicht? Wird die Messung regelmäßig wiederholt, wie beim TÜV fürs Auto? In welchen Abständen? 
     
  8. Der Mast in Bartenstein soll auch von weiteren Mobilfunkgesellschaften genutzt werden. 
    Wird die Gemeinde vorab informiert, wenn weitere Nutzer und Sendeanlagen dazukommen? 
    Kann die Gemeinde ein Veto einlegen gegen eine weitergehende Nutzung? 
    Gelten die Grenzwerte nur für je einen Sender oder für alle zusammen? 
     
  9. Wie lang läuft der Grundstücks-Pachtvertrag, der mit der Gemeinde geschlossen wird? 
    Welche Kündigungsfristen oder Ausstiegsmöglichkeiten gibt es für die Gemeinde, falls sie den Vertrag irgendwann auflösen will? 
     
  10. Wird es einen Eintrag ins Grundbuch geben, der der Deutschen Funkturm GmbH eine dauerhafte Nutzung zusichert? 
     
  11. Gewähren Sie uns Einblick in Ihre technischen Planungsunterlagen, damit ein unabhängiger Gutachter Ihre Pläne prüfen kann? 
     
  12. Experten prognostizieren einen Wertverfall von 30 bis 40 % für Immobilien in der Nähe eines Funkmasts. Gibt es für unmittelbar betroffene Anlieger eine Entschädigung? 
     
  13. Hat der Funkmast eine Notstromversorgung, sodass man auch bei Stromausfall Empfang hat?


Die DFMG schreibt auf ihrer Website: „Schließlich wird einvernehmlich nach einem geeigneten Alternativstandort gesucht, falls es unterschiedliche Vorstellungen zwischen den Anbietern und der Kommune zum ausgewählten Standort gibt. Dazu gehört auch, dass die Deutsche Funkturm Standortvorschläge der Kommune prüft und bei Eignung bevorzugt realisiert. (…) Die Deutsche Funkturm setzt beim Aufbau der Mobilfunknetze auf enge Zusammenarbeit und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten.“ https://www.dfmg.de/de/unser-unternehmen/funk-und-umwelt/faq.html

In diesem Punkt nehmen wir Sie gern beim Wort, um gemeinsam mit Ihnen eine Mobilfunklösung mit möglichst geringem Strahlungsrisiko zu erarbeiten. 

 

Brief an die Gemeinde Schrozberg vom 28.11.2019

Sehr geehrte Frau Förderer, sehr geehrter Herr Pöschik und Herr Strecker,

weil Sie als Bürgermeisterin, Bauamtsleiter und Ortsvorsteher unmittelbar in der Ver­ant­wortung stehen, sich zum Wohle Ihrer Bürger­innen und Bürger ein­zu­setzen, richten wir folgende dringende Bitten an Sie: 

  1. Bitte unterschreiben Sie keinen Vertrag mit der Deutsche Funkturm GmbH, ohne die Bevölkerung zum Thema gehört zu haben. Die Anwohner möchten ehrliche Informationen über das Bauvorhaben und die Risiken, es soll ein Dialog entstehen, in dem Befürworter und Bedenkenträger gleichermaßen gehört werden. Bitte nehmen Sie unsere Bedenken ernst. 
  2. Kommunen haben die Möglichkeiten, die Mobilfunkversorgung im Rahmen eines Mobilfunk‐Vorsorgekonzepts zu steuern, um Risiken zu minimieren. Sowohl bei der Durchsetzung strahlungsarmer Standorte für Sendeanlagen, durch Aufklärung und durch die intelligente Anwendung bestehender Technik lässt sich eine geringstmögliche Belastung der Bevölkerung absichern. Bitte machen Sie von diesen Möglichkeiten aktiv Gebrauch. 
  3. Bitte fügen Sie den Planungszielen der Betreiber die Komponente Strahlungsminimierung und Vorsorge hinzu. Dies erfolgt über einen entsprechenden Beschluss im Gemeinderat zur Aufnahme des sog. Dialogverfahrens mit den Betreibern zur Standortfindung.  
  4. Mit der Beauftragung eines unabhängigen Gutachterbüros versetzen sich Verwaltung und Gemeinderäte in die Lage, auf Augenhöhe mit den Betreibern über den immissionsärmsten Standort verhandeln zu können. 
  5. Bitte bestehen Sie darauf, dass die DFMG eine Mobilfunkversorgung plant nach dem Prinzip „So viel Leistung wie nötig, so wenig Strahlenbelastung wie möglich“ und dass sie ihre Antennendiagramme und die Strahlenbelastung offenlegt.
  6. Bitte setzen Sie dem „Mitnutzungs‐Modell“ der DFMG Grenzen und klären Sie, welche Pläne hinsichtlich 5G in unserer Region bestehen. Der Sendemast in Bartenstein ist überdimensioniert, damit die Betreiberfirma andere Standorte einspart und sich Geld und Ärger mit widerspenstigen Gemeinden spart. Je weiter die Masten voneinander entfernt sind, desto höher muss die Sendeleistung sein. Je höher die Leistung, desto höher die Strahlung. 
  7. Wir freuen uns sehr über den Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Schrozberg, eine zukunftsweisende und gesundheitlich unbedenkliche Technologie. Bitte prüfen Sie, ob sich Synergien zwischen Glasfaser‐ und Mobilfunknetz herstellen lassen, die den Bau weiterer Mobilfunkmasten unnötig machen. 
  8. Bitte organisieren Sie mit uns eine Informationsveranstaltung, in der nicht nur die DFMG zu Wort kommt, sondern auch offen über die Risiken der Mobilfunktechnologie gesprochen wird. Räumen Sie bitte beiden Seiten das gleiche Rederecht ein. Wir unterstützen Sie gern bei der Organisation. 
  9. Wir sind bereit, uns gemeinsam mit Ihnen aktiv für eine risikoarme Mobilfunkversorgung in unserer Gemeinde einzusetzen, z. B. im Rahmen eines Arbeitskreises, in den alle Teilgemeinden einbezogen werden und der Austausch mit Nachbargemeinden stattfinden kann, denn z. B. auch in Blaufelden gibt es Anträge der DFMG für vier neue Mobilfunkmasten. Lassen Sie uns Kontakt aufnehmen mit Frau Bürgermeisterin Weber. 
  10. Appellieren Sie an private Grundstücksbesitzer, der DFMG ohne Rücksprache mit der Gemeinde keinen Platz für Mobilfunkmasten zu verpachten. 
  11. Bitte unterstützen Sie uns dabei, die Bevölkerung über den verantwortungsvollen Umgang mit Mobilfunk, WLAN, Handy und anderen elektronischen Geräten auf breiter Basis aufzuklären. Jeder kann seine berufliche und private Strahlungsbelastung reduzieren. Besonders Kinder und Jugendliche sollten darüber etwas erfahren, z. B. über Aktion in der Schule, im Güterschuppen oder im Lesetreff. 
  12. Die DFMG schreibt auf ihrer Website: „Schließlich wird einvernehmlich nach einem geeigneten Alternativstandort gesucht, falls es unterschiedliche Vorstellungen zwischen den Anbietern und der Kommune zum ausgewählten Standort gibt. Dazu gehört auch, dass die Deutsche Funkturm Standortvorschläge der Kommune prüft und bei Eignung bevorzugt realisiert. (…) Die Deutsche Funkturm setzt beim Aufbau der Mobilfunknetze auf enge Zusammenarbeit und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten.“ https://www.dfmg.de/de/unser‐unternehmen/funk‐und‐umwelt/faq.htm – nehmen Sie die DFMG beim Wort! 

Weitere Informationen über die Einflussnahme der Gemeinden gibt es unter https://www.diagnosefunk.org/ratgeber/kommunale‐handlungsfelder.

Dort finden sich auch Institute & Ingenieurbüros, die unabhängig von Betreiber­interessen Gutachten und Standort­analysen zur Immissions­mini­mierung durchführen.

Wer möchte die Verantwortung tragen, wenn in fünf oder zehn Jahren massive Krankheitsfälle im Umfeld der Sendemasten auftreten?
Bitte entscheiden Sie sich für das Wohl der Menschen! Das Recht auf Leben und Unversehrtheit ist ein Grundrecht, damit ist es allen anderen Gesetzen übergeordnet. Dieses Grundrecht wird in der heutigen An­wendung der Mikrowellen­technologie massiv verletzt. Die amtlichen Grenz­werte bieten uns keinerlei Schutz. 

Tina & Rolf Weiß, Caroline Hoffmann, Alexander Meuer, Antonie Hertlein, Silke Schkölziger

 

Liebe Nachbarn in Bartenstein, Ettenhausen und Schrozberg

Im September haben der Ortschaftsrat Bartenstein und der Gemeinderat Schrozberg zugestimmt, dass die Deutsche Funkturm GmbH am Sportplatz Bartenstein einen 40 Meter hohen Mobilfunkmast bauen darf, damit Ettenhausen eine bessere Mobilfunkversorgung bekommt. Im Vorfeld hat niemand etwas von dieser anstehenden Entscheidung gewusst und auch jetzt ist die Informationslage dürftig. Bei uns weckt dieser Beschluss großes Unbehagen. Als Anwohner möchten wir informiert und in die Planungen einbezogen werden.

Mobilfunkmasten sollen bald lückenlos das gesamte Land bestrahlen. Smartphones, DECT-Telefone, WLAN und Funkmasten schießen im Millisekundentakt gepulste Mikrowellenstrahlung durch Gehirn und Körper, durch Wände und Fenster. Es ist längst bewiesen, dass diese Technologie gesundheitsschädlich ist und die amtlichen Grenzwerte keinen Schutz bieten.

Noch scheint für Bartenstein nichts Konkretes beschlossen zu sein. Wir haben unsere Bedenken gegen den Mobilfunkmast schriftlich formuliert in einem Brief an die Gemeinde (siehe "Mobilfunkmast_BartensteinINFO" weiter unten). Es geht nicht darum, Ettenhausen den Mobilfunkanschluss zu verwehren, sondern eine Lösung zu finden, die möglichst strahlungs- und risikoarm ist für Bevölkerung und Umwelt.

So viel Strahlung wie nötig, so wenig wie möglich. Wir wollen uns nicht mit der Lösung zufriedengeben, die für die Telekom am billigsten ist. Wir wollen eine Lösung, die unsere Gesundheit am wenigsten beeinträchtigt.
Wie hoch ist also die Strahlungsbelastung bei einem 40 m hohen Mast im Vergleich zu drei kleinen Masten? Welche anderen Möglichkeiten gibt es, um Ettenhausen mit Mobilfunk zu versorgen?
Wir wollen bewirken, dass die Bevölkerung in die Entscheidungen einbezogen wird. 

Lasst uns gemeinsame Sache machen, im Interesse unserer Gemeinde und allem, was dort lebt.
Wir als direkte Anwohner haben Angst vor der Strahlung und bitten euch um Solidarität.

Über den bewussten und verantwortlichen Umgang mit WLAN, Smartphone, Tablet etc. gibt es einiges zu lernen. Wir alle nutzen diese Technologie. Unsere Kinder sind die erste Generation, die damit groß wird. Vielleicht werden sie später fragen: Warum habt ihr uns nicht besser geschützt? Es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen. Auch darüber wollen wir informieren. 

Jetzt also die konkrete Frage:
Wer möchte unseren Brief an die Gemeinde mit unterzeichnen? Für eine risikoarme Mobilfunkversorgung in Ettenhausen! 

Unterschriftenlisten liegen aus bei: 

Caroline Hoffmann (Ziegelweg 5, Bartenstein)
Tina & Rolf Weiß (Ziegelweg 8, Bartenstein)
Alexander Meuer (Meisenhofstr. 7, Bartenstein)
Antonie Hertlein (Riedbacher Str. 9, Bartenstein)  

Gebt diese Information bitte weiter, auch an Nachbarn ohne Mail-Anschluss.

Vielen Dank für eure Unterstützung 

 

Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner
gegen den geplanten Mobilfunkmast in Bartenstein 

20.11.2019

  • Wir fürchten gesundheitliche Beeinträchtigungen durch gepulste Hochfrequenzstrahlung. Studien belegen, dass Funkstrahlung Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herz‐Rhythmus‐Störungen, Tinnitus, Gedächtnisstörungen, Konzentrations‐, Lern‐ und Befindlichkeitsstörungen bis hin zu ADHS und Autismus bei Kindern erzeugen kann. Die Strahlung bewirkt einen Anstieg der Krebsrate durch verstärkte Bildung von freien Radikalen, sie schädigt den männlichen Samen und mindert die Fruchtbarkeit. Der Ausbau des LTE‐Netzes ist die Vorstufe für 5G. Die flächendeckende Bestrahlung wird dazu führen, dass wir künftig wie in einer Mikrowelle leben.
Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die Anlass zu größter Besorgnis geben. Eine Studie in der oberfränkischen Stadt Naila belegt in einem Umkreis von 400 Metern um einen Mobilfunk‐Sendemast eine Verdreifachung von Krebserkrankungen. Die Belastung der Bevölkerung durch gepulste elektromagnetische Strahlung hat durch die Einführung neuer Mobilfunktechnologien wie Tetra und LTE auch im ländlichen Raum dramatisch zugenommen. Für die gesundheitliche Unbedenklichkeit gibt es keinen einzigen Beweis, ein unschädliches unteres Expositionsniveau lässt sich nicht benennen.
     
  • Die Strahlung richtet sich nicht nur in die Ferne, sondern es gibt ungewollte Strahlungsfelder, sogenannte „Nebenkeulen“, die den Boden in der Nähe des Sendemasts treffen. Können wir unsere Kinder künftig noch guten Gewissens zum Spielen auf den Sportplatz schicken, dort spazieren gehen und unsere Tiere weiden?
     
  • Sind ein Mast mit 40 m Höhe und die vorgeschlagene Technologie angemessen, um ein Dorf mit 180 Einwohnern zu versorgen? Was braucht es wirklich für ein stabiles Funknetz in Ettenhausen? Mit drei kleineren Masten ließe sich ggf. die Strahlenbelastung verringern und verteilen.
     
  • Der Mast soll nicht nur von der Telekom, sondern auch von weiteren Mobilfunkgesellschaften genutzt werden. Bedeutet das einen „Freifahrschein“ für die Telekom, den Mast mit noch mehr strahlender Technik zu bestücken? 
     
  • Der Glasfaserausbau ist ein echter Fortschritt für unsere Gemeinde, der Funkmast wäre ein echter Schandfleck. Er verdirbt unseren Sportplatz und den schönen Aussichtspunkt dort oben, er mindert den Wert unserer Grundstücke und Häuser. Sollen wir warten, bis die ersten Krankheitsfälle im Umfeld des Sendemasts auftreten, bevor wir aktiv werden? Asbest/Eternit erlebte ab dem Jahr 1900 einen Boom, erst 1970 wurde die Asbestfaser offiziell als krebserregend bewertet, und es dauerte noch einmal 25 Jahre, bis die Herstellung und Verwendung in Deutschland generell verboten wurde. Wird es uns mit dem Mobilfunk ähnlich gehen? Unsere Kinder werden uns später fragen, wie wir das zulassen konnten. Die Gemeinde Bad Wiessee hat sich am 10. Oktober 2019 verpflichtet, jedes Ansinnen von Telekommunikationsunternehmen, das auf einen Ausbau des 5G‐Netzes bzw. auf die Unterstützung bei der Suche künftiger Antennenstandorte abzielt, in öffentlicher Sitzung des Gemeinderates zu diskutieren. 
    Ein guter Entschluss, den wir uns auch für Schrozberg wünschen.
 

Sitzungsbericht Gemeinderat Schrozberg

24.09.2019

Der Errichtung eines Mobilfunkmastens beim Bartensteiner Sportplatz wurde einstimmig zugestimmt. Um genauere Details vorzustellen waren in der Sitzung Herr Groß und Herr Almas, beide Mitarbeiter der Deutschen Funkturm GmbH, kurz DFMG zu Gast. Herr Groß berichtete von der schlechten Versorgung des Mobilfunknetzes in diesem Bereich und sprach dabei auch die schwierige topografische Lage an. Um hier eine bessere Versorgung zu gewährleisten plant die DFMG die Errichtung eines Mobilfunkmastens mit einer Höhe von ca. 40 m auf einer Grundfläche von max. 5x5 m. Dieser soll für die Telekom gebaut werden, weitere Anbieter können dort nach Bedarf den Funkmasten nutzen. Eine Alternative zum genannten Standort wären drei Mobilfunkmasten an anderen Stellen, um genau die Versorgung zu erreichen, die nun mit einem Mobilfunkmast angeboten wird. Eine Verwirklichung des Projekts mit drei Mobilfunkmasten hielt der Mitarbeiter der Deutschen Funkturm GmbH Herr Groß aus wirtschaftlichen Gründen für eher unwahrscheinlich und bat deshalb im Gremium um Zustimmung. Nachdem der Ortschaftsrat Bartenstein sich für den Bau ausgesprochen hatte, war auch die Zustimmung des Gemeinderates einstimmig.

https://www.schrozberg.de/schrozberg/verwaltung/sitzungsberichte/item/1217‐kurz‐berichtet

  

  

Gilt Mobilfunkstrahlung als krebserregend?

Gunde Ziegelberger vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) antwortete auf die Frage „Gilt Mobilfunkstrahlung als krebserregend?“ mit folgenden Worten.

„Wir haben keinen Nachweis, dass die Smartphone-Nutzung bei Einhaltung der internationalen Grenzwerte Krebs verursachen könnte.“ Zwar seien die Studien noch nicht in der Lage, völlige Sicherheit zu geben, weil sich Tumoren über lange Zeit entwickelten. „Aber mit jedem Jahr, in dem wir keinen Anstieg an Erkrankungen sehen, erhalten wir mehr Gewissheit.“

Biologin Drießen verweist derweil auf eine Expertengruppe der WHO, die 2011 alle bis dato veröffentlichten Studien zusammenfassend bewertete. Die IARC kam zur Einschätzung, dass Mobilfunkstrahlung „möglicherweise krebserregend" ist.“ Das bedeute aber noch nicht, dass Mobilfunkstrahlung tatsächlich krebserregend sei, betont sie. „Dennoch sollten wir die Studien hierzu grundsätzlich ernst nehmen.“ 
Quelle: T-Online - Wie gefährlich ist das neue Supernetz?

Laut (WORLD CANCER REPORT 2014) steigt die Zahl der Krebserkrankungen Weltweit dramatisch an. Das Schlimme daran ist, dass immer mehr junge Menschen an Krebs erkranken.

(Quelle: minimed - Junge Menschen erkranken häufiger an Krebs)

Das Krebsvorkommen bei Jugendlichen steigt ("Teens")

Die Ursachen des Anstiegs sind unbekannt, aber die Untersuchung der Muster und Trends des Auftretens von Krebs kann Erkenntnisse über die ursächlichen Zusammenhänge liefern. Unter Verwendung von Daten aus dem Programm für Beobachtung, Epidemiologie und Endergebnisse (SEER) des US National Cancer Institute haben wir Trends des Auftretens von Krebs bei Jugendlichen (15-19 Jahre) beschrieben. Wir haben die Muster für das Vorkommen von histologischen Krebsarten und die am häufigsten diagnostizierten Krebsherde bei Jugendlichen, die im Zeitraum 2008-2012 dem SEER Cancer Statistics Review gemeldet wurden, untersucht und zusammengefasst. Wir berechneten die jährliche Höhe des Auftretens für die Jahre 1975-2012 und verwendeten dabei eine lineare Analyse für Rückläufigkeit, um Trends zu bewerten und Änderungsraten zu berechnen. Von 1975 bis 2012 stieg jedoch das Vorkommen für alle Standorte zusammengenommen jährlich um 0,67% für Männer und 0,62% für Frauen, was einem Anstieg von mehr als 25% über einen Zeitraum von 38 Jahren entspricht. Die größten jährlichen Steigerungen des Vorkommens traten auf bei bösartigen Lymphknotenschwellungen (NHL), (2,16% Frauen; 1,38% Männer), Schilddrüsenkrebs (2,12% Frauen; 1,59% Männer), akuter myeloischer Leukämie (AML) (1,73% Frauen) und Hodenkrebs (1,55% Männer). Die Vorkommensraten und Standorte für die meisten Arten von bösartiger Gewebeveränderung stiegen über die 38 Jahre hinweg kontinuierlich an. Trotz verbesserter Überlebensraten führen steigende Trends des Auftretens dazu, dass immer mehr junge Erwachsene schmerzhafte und kostspielige Krebstherapien erhalten. Ein konzertiertes Forschungsprogramm ist von lebenswichtiger Bedeutung, um die Ursachen für die stetig steigenden Krebsraten bei Jugendlichen zu untersuchen.

QUELLE: 
„The increasing toll of adolescent cancer incidence in the US.“ von J. Burkhamer et al. In: PLoS One, 2017. (20.03.2017)

 

Hier gibt es weitere Informationen über Strahlungsrisiken, Grenzwerte, 5G:
Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk:
https://www.diagnose-funk.org/ >>> 

Kompetenzinitiative - Forschungsberichte >>> 

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Der Tagesspiegel - Wie gesundheitsschädlich ist 5G wirklich? >>> 

Der Tagesspiegel - Europa ignoriert mögliches Krebsrisiko von 5G >>> 

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